Linden Labs, der Betreiber der virtuellen Welt Second Life entlässt im Rahmen von strategischen Neuausrichtungen ca. 30% seiner 300 Mitarbeiter. Nachdem Second Life einst als das Vorzeigeprojekt virtueller Welten gehypt wurde, verlor es nach und nach an Bedeutung in den Medien und scheinbar auch bei den Usern.

Strategische Neuausrichtung von Second Life
Linden Labs scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und zieht mit der Entlassung von ca. 100 Mitarbeitern die Notbremse. In Zukunft soll der Fokus vor allem auf die Einbeziehung von großen sozialen Netzwerken und mobilen Anwendungen liegen. Mit dieser Kombination sollen verstärkt neue User gewonnen werden. Hintergrund ist sicherlich auch hier die Steigerung von Umsatz und Gewin auf lange Sicht und dem Mitschwimmen im Erfolg großer Branchenriesen wie Facebook. So plant Linden Labs laut CEO Mark Kingdon, Second Life auch browserbasiert ohne Download zur Verfügung zu stellen, um so vor allem die Integration der eigenen Plattform in sozialen Netzwerken ermöglichen zu können.
Wie sieht die Zukunft von Second Life aus?
Oder auch: Totgesagte leben länger! Immer wieder wurde Second Life das Aus prophezeit und immer wieder schaffte es Linden Labs die Kritiker Lügen zu strafen. Fakt ist aber das eine Entlassung von 30% der Mitarbeiter mit einem enormen Potentialverlust einher gehen. Hoffentlich hat man hier nicht zuviel Wissenabfluss, den es verlassen auch gestandene Größen die Firma.
Auf der anderen Seite bleibt festzuhalten, dass man vor allem mit der Verbindung zu sozialen Netzwerken hier den Bogen schaffen könnte. Das Potential ist auf jeden Fall da, die hier vorhandenen Möglichkeiten optimal in das eigene Produkt zu integrieren und so noch mehr Nutzer an Second Life binden zu können. Wir sind sehr gespannt auf die nächsten Jahre Second Life!